Boccioni "Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum" - Vorbereitung

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Das Foto zeigt die Bronzeplastik Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum. Die geschwungenen Formen erinnern an einen gehenden Menschen zugleich aber auch an Maschinenteile und andere Gegenstände. Die glatte Oberfläche glänzt golden.
Umberto Boccioni, Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum, 1913/1972, Kunsthalle Mannheim
© Foto: Kunsthalle Mannheim / Heiko Daniels

 

 

1. Aufgepasst

 

2. Kurz gesagt

Hier könnt ihr Näheres über das Werk erfahren und euch zusammen mit unserer Kunstvermittlerin Laura Löwe auf eine Entdeckungsreise begeben.

 

 

3. Quiz

 

4. Rundherum

 

5. Umberto Boccioni und der Futurismus

   

        

 

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Die Schwarz-Weiß-Fotografie zeigt Umberto Boccioni in Uniform. Er blickt lächelnd in die Kamera. Über seiner rechten Schulter trägt er einen Sack.
 

 

 

6. Make: Film ab!

Das DIY-Video gibt Anregungen zur Umsetzung eines Daumenkinos und lädt dazu ein, Boccionis Skulptur in Bewegung zu versetzen und seinem künstlerischen Gedankengang nachzuspüren.

 

Mit “Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum” schuf Boccioni eine Figur, die dem modernen, sich ständig im Wandel befindenden Leben Ausdruck verlieh. Wie entwickelte Boccioni diese einzigartigen Formen? Kann sich die Figur in eine Maschine verwandeln? Wie würde die Skulptur wohl in der heutigen Zeit aussehen, in der Geschwindigkeit und Dynamik ein völlig neues Maß erreicht haben?

Lass deiner Fantasie freien Lauf und erwecke deine Geschichte in einem Daumenkino zum Leben!

 

1. Recherchen und Archiv

Welche Technologien waren 1913 eine Sensation?

Wann wurde das Telefon erfunden und wann erhob sich das erste motorisierte Flugzeug in die Luft? Wie sahen Rennautos zu Beginn des 20. Jahrhunderts eigentlich aus, von denen die Futuristen schwärmten? Gab es 1913 Kinos? Begib dich euch im Internet auf die Suche und mache dir ein Bild davon, welche Innovationen die Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts bewegten.

 

2. Vorbereitung

Seiten des Daumenkinos: Das Papier im Format DIN A4 wird drei Mal gefaltet und entlang dieses Falzes mit der Schere in 8 Teile (Din A7) unterteilt. Bereite mindestens 4 solcher Papiere vor (32 Einzelblätter).

Leuchttisch: Um deine Zeichnungen abzupausen, kannst du eine Fensterscheibe nutzen und die Zeichnungen an die Glasscheibe halten. Einfacher ist es jedoch, wenn man am Tisch zeichnet. Aus einem Schuhkarton und einer Glasscheibe oder einem durchsichtigen Deckel einer Brotzeitdose sowie einer Lichtquelle (z.B. Taschenlampenfunktion des Smartphones) lässt sich ganz einfach ein Lichttisch bauen. Dazu zeichnest du den Umriss der Glasscheibe oder des Deckels auf den Boden des Schuhkartons und verkleinert den Umriss um 1 cm. Nach dem Ausschneiden können Glasplatte oder Deckel auf die Öffnung gelegt oder mit Klebeband befestigt werden. Die Lichtquelle wird direkt darunter platziert. Fertig ist dein Leuchttisch.

 

3. Los gehts

Die Geschichte: Mache dir Gedanken darüber, welche Geschichte du erzählen willst. Sie sollte kurz und genauso wie deine Figuren möglichst einfach umzusetzen sein. Um Bewegung darzustellen, musst du viele Zeichnungen machen und deine Figuren immer wieder ein klein wenig verändern.

Skizze: Entwerfe eine Hauptfigur und haltet den Verlauf der Geschichte, die du erzählen willst, in einer kleinen Zeichnung fest. Die Zeichnung soll dir später Orientierung geben. Sie muss nicht besonders sorgfältig sein. Gerne kannst du unsere Vorlagen verwenden, wenn du mit den Umrissen von Boccionis Figur arbeiten willst.

Einzelbilder zeichnen: Zeichne mit einem schwarzen Filzstift deine Figur auf eines der kleinen Blätter, die du vorbereitet hast. Dieses Bild wird die Vorlage für das nächste. Je genauer die Umrisse sind, desto leichter wird es sein, die Figur abzupausen und kleine Änderungen bei der Körperhaltung oder des Gesichts umzusetzen. Durch das schnelle Durchblättern der einzelnen Seiten wird das Auge getäuscht. Es entsteht die Illusion einer Bewegung.

Abpausen: Nun kannst du die Lichtquelle in deinem Leuchttisch anschalten und deine erste Zeichnung auf die Glasplatte legen. Darüber positionierst du das nächste Blatt und paust das darunterliegende ab. Achte darauf, dass du nur kleine Veränderungen vornimmst, dass die Figur zum Beispiel den Arm nicht gleich nach oben streckt, sondern ihn erst leicht anhebt. Sobald du ein paar Zeichnungen gemacht hast, kannst du immer wieder kontrollieren, ob du mit der Bewegung zufrieden bist. Staple die Zeichnungen sorgfältig übereinander und blättere die Zeichnungen mit dem Daumen schnell durch. Tipp: Nummeriere deine Zeichnungen. Je mehr Bilder du machst, umso schwieriger wird es sein, sie nachträglich zu sortieren.

Dort, wo du die Seiten des Daumenkinos festhältst, wird später wenig zu sehen sein. Achte bei deiner Geschichte darauf, dass sie sich im gut sichtbaren Bereich abspielt.

Film ab! Die einzelnen Seiten werden sorgfältig übereinandergestapelt und mit einer Klammer (Wäscheklammer oder Vielzweckklemme) festgehalten. Nun kannst du auch die erste Seite gestalten und deinem „Film“ einen Titel geben.

 

 

Was du dazu brauchts:

Papier im Format DIN A4, Lineal zum Falzen und Schere

Bleistifte und schwarzer Filzstift

Fensterscheibe oder Schuhkarton, Schere, Glasscheibe (z.B. von einem Bilderrahmen) und Lichtquelle (z.B. Smartphone)

Wäscheklammer oder Vielzweckklemme