Beschlagnahmt! Rückkehr der Meisterblätter

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Emil Nolde: Junges Paar © bpk | Sprengel Museum Hannover | Michael Herling | Aline Gwose Foto: Michael Herling

Als die Nationalsozialisten 1937 in über einhundert deutschen Museen Kunstwerke der modernen Avantgarde als „Entartete Kunst“ beschlagnahmten, war der Bestand der Kunsthalle Mannheim eine der am stärksten von den Konfiszierungen betroffenen öffentlichen Sammlungen. Ein Großteil der knapp 600 damals aus Mannheim abgezogenen Werke waren graphische Arbeiten. Als Ergänzung der Ausstellung „(Wieder-)Entdecken – Die Kunsthalle 1933 bis 1945 und die Folgen“ widmet sich nun auch die Graphische Sammlung diesem Thema.Unter dem Titel „Beschlagnahmt! Rückkehr der Meisterblätter“ werden ausgewählte Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken präsentiert, die 1937 in der Kunsthalle konfisziert worden waren. Als Gäste auf Zeit kehren 34 Meisterwerke nach Mannheim zurück, die sich heute in der Wiener Albertina, dem Kulturhistorischen Museum Rostock, dem Kunstmuseum Bern, dem Kölner Museum Ludwig, dem Kunstmuseum Basel und dem Sprengel Museum Hannover befinden. Mit dem Farbholzschnitt „Frau in der Nacht“ von Ernst Ludwig Kirchner wird zudem ein Blatt aus dem sogenannten Kunstfund Schwabing zu sehen sein. Nach dem Tod Cornelius Gurlitts im Mai 2014 erbte das Kunstmuseum Bern den 1919 entstandenen Farbholzschnitt.

Kuratoren Dr. Thomas Köllhofer und Dr. Mathias Listl

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